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Dashcam mit GPS, WLAN und App: Welche Extras sich wirklich lohnen

Grafik zum Artikel: GPS, WLAN und App bei der Dashcam

Aktualisiert am , Lesezeit etwa 4 Minuten

Moderne Dashcams können weit mehr als Videos aufnehmen. Sie kennen ihre Position, sprechen mit dem Smartphone, hören auf Zuruf und warnen vor dem Vordermann. Nicht jede dieser Funktionen ist für dich wichtig. Hier erfährst du, welche Extras im Ernstfall den Unterschied machen und welche eher nett sind.

GPS: Ort, Zeit und Geschwindigkeit

Ein GPS-Empfänger, oft in der Halterung verbaut, speichert zu jedem Video Position und Geschwindigkeit. Mit der passenden Software kannst du die Fahrt später auf einer Karte nachverfolgen. Noch wichtiger: Die Kamera stellt ihre Uhr automatisch, Datum und Uhrzeit stimmen also. Das macht ein Video als Beweis glaubwürdiger.

Die Geschwindigkeit ist ein zweischneidiges Schwert. Sie kann belegen, dass du langsam gefahren bist, aber auch, dass du zu schnell warst. Die Anzeige im Bild lässt sich bei den meisten Kameras abschalten, die Daten bleiben in der Datei. Für die meisten Fahrer ist GPS deshalb ein klares Muss.

WLAN und App

Über WLAN verbindet sich die Kamera direkt mit dem Smartphone. In der App siehst du das Livebild zum Ausrichten, änderst Einstellungen und lädst Clips herunter, ohne die Speicherkarte auszubauen. Nach einem Unfall kannst du das entscheidende Video so noch am Unfallort sichern und der Polizei zeigen.

Achte auf 5-GHz-WLAN, wenn du 4K-Videos überträgst. Es ist deutlich schneller als 2,4 GHz. Und ändere das Standardpasswort, damit niemand auf dem Parkplatz Zugriff auf deine Kamera bekommt.

Bluetooth

Einige Kameras nutzen Bluetooth, um sich automatisch mit dem Smartphone zu verbinden, sobald du einsteigst. Das braucht man vor allem für Funktionen wie einen Notruf oder Sprachassistenten, die über das Handy laufen. Für das reine Herunterladen von Videos ist WLAN wichtiger.

Cloud und LTE

Cloud-Funktionen bringen deine Kamera ins Internet. Du siehst das Livebild von unterwegs, bekommst bei einem Stoß am geparkten Auto eine Nachricht und kannst wichtige Clips automatisch sichern. Dafür braucht die Kamera eine Datenverbindung im Auto, etwa über ein LTE-Modul mit SIM-Karte oder einen mobilen Hotspot, und häufig ein Abo. Interessant ist das vor allem für Laternenparker, Flottenbetreiber und alle, die ihr Auto oft unbeaufsichtigt abstellen.

Sprachsteuerung

Mit Sprachbefehlen sicherst du einen Clip, machst ein Foto oder schaltest den Ton aus, ohne die Hände vom Lenkrad zu nehmen. Das ist praktisch und passt zur Regel, die Kamera während der Fahrt nicht zu bedienen. Prüfe, ob die Kamera deutsche Befehle versteht. Garmin bietet das zum Beispiel an, bei anderen Herstellern sind oft nur englische Befehle möglich.

Polfilter

Ein Polfilter dämpft Spiegelungen des Armaturenbretts in der Windschutzscheibe. An sonnigen Tagen ist das einer der größten Gewinne für die Bildqualität überhaupt. Garmin baut ihn in die aktuellen Modelle ein, für viele andere Kameras gibt es ihn als Aufsteckfilter. Er muss einmal richtig gedreht werden und kostet nachts etwas Licht.

Fahrassistenz-Warnungen

Manche Dashcams warnen, wenn du zu dicht auffährst, die Spur verlässt oder der Vordermann an der Ampel losfährt. Moderne Autos haben solche Assistenten meist schon ab Werk, und die Warnungen der Kamera sind weniger genau. In älteren Autos können sie eine kleine Hilfe sein. Wichtig: Warnungen vor Blitzern sind in Deutschland während der Fahrt verboten und müssen ausgeschaltet bleiben.

Notruffunktion

Einige Hersteller, etwa Nextbase, bieten einen Notrufdienst an. Erkennt die Kamera einen schweren Unfall und reagierst du nicht, kann sie über das gekoppelte Smartphone Rettungskräfte informieren. Neue Autos haben mit dem automatischen Notruf eCall bereits ein ähnliches System an Bord. Für ältere Fahrzeuge ohne eCall kann die Funktion eine sinnvolle Ergänzung sein.

Was du wirklich brauchst

FunktionNutzenEmpfehlung
GPSrichtige Uhrzeit, Ort und Tempo im Videosehr empfehlenswert
WLAN und AppAusrichten, Einstellen, Clips herunterladensehr empfehlenswert
Polfilterweniger Spiegelungen bei Sonneempfehlenswert
SprachsteuerungBedienung ohne Händenützlich
Cloud und LTEAlarme und Livebild aus der Fernefür Laternenparker und Flotten
FahrassistenzWarnungen bei Abstand und Spurnur für ältere Autos
NotrufAlarm nach schwerem Unfallfür Autos ohne eCall

Kameras mit GPS und WLAN gibt es in jeder Preisklasse. Eine Übersicht mit Herstellerdaten findest du im Dashcam-Vergleich, mehr zur Auswahl in der Dashcam Kaufberatung.

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Häufige Fragen

Braucht eine Dashcam unbedingt GPS?

Nicht zwingend, aber es ist sehr sinnvoll. GPS sorgt für die richtige Uhrzeit und dokumentiert Ort und Geschwindigkeit, was die Beweiskraft eines Videos erhöht.

Ist eine Dashcam mit WLAN unsicher?

Nicht, wenn du das Standardpasswort änderst. Das WLAN der Kamera hat nur eine kurze Reichweite und ist ohne Passwort nicht zugänglich.

Kostet die Cloud-Funktion extra?

Meist ja. Du brauchst eine Datenverbindung im Auto und je nach Hersteller ein Abo für erweiterte Funktionen oder mehr Speicher.

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